Salzgitter AG trotzt konjunkturellen Herausforderungen

Post Views : 120

Salzgitter Aktiengesellschaft: Salzgitter-Konzern erwirtschaftet über 1 Mrd. € Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten 2022
Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds – geprägt von ausbleibender Konjunkturerholung, hohen Importen und nicht wettbewerbsfähigen Energiekosten – hat die Salzgitter AG im Geschäftsjahr 2024 wichtige Fortschritte erzielt. Zwar belasteten die schwierigen Rahmenbedingungen die stahlnahen Aktivitäten, doch die Ergebnisbeiträge aus dem Technologiebereich, die Beteiligung an der Aurubis AG und verstärkte liquiditäts- sowie ergebnisstützende Maßnahmen kompensierten die negativen Effekte. Bereinigt um Sondereffekte in Höhe von 406 Mio. €, erwirtschaftete der Konzern ein positives Vorsteuerergebnis von 109 Mio. €.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2024

Der Außenumsatz sank aufgrund geringerer Durchschnittserlöse und einer schwachen Auftragslage im Bereich Stahlverarbeitung von 10,8 auf 10,0 Mrd. €. Während die Umsätze in den Geschäftsbereichen Stahlerzeugung und Handel rückläufig waren, trug die Technologieeinheit dazu bei, dass das Ergebnis stabilisiert werden konnte. Das EBITDA fiel im Gesamtergebnis auf 445 Mio. € und das Vorsteuerergebnis (EBT) reduzierte sich im Konzern auf –296 Mio. €, was auch stark von den restrukturierungsbedingten Aufwendungen beeinflusst wurde. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank infolge der Sondereffekte auf –6,51 € (Vorjahr: 3,70 €) und der ROCE lag bei –3,4 % (Vorjahr: 5,6 %). Gleichzeitig stiegen die Nettofinanzschulden infolge erhöhter Investitionstätigkeit auf –574 Mio. €.

Positive strukturelle Entwicklungen und Kapitalaufbau

Trotz der operativen Herausforderungen konnte die Salzgitter AG ihre Kapitalstruktur deutlich verbessern. Durch den Verkauf von Unternehmensteilen und eine Kapitalerhöhung um rund 71 Mio. € stieg die Eigenkapitalquote von 29,8 % auf 54,6 %. Dies unterstreicht, dass die ergriffenen Maßnahmen – etwa im Rahmen des SALCOS®-Transformationsprogramms – langfristig zu einer nachhaltig stabileren finanziellen Basis führen werden. Die Abschreibungen und Restrukturierungsaufwendungen des Jahres 2024 werden zudem künftige Perioden entlasten.

Regional differenzierte Geschäftsentwicklung

Die Geschäftszahlen zeigen ein differenziertes Bild:

  • Stahlerzeugung und Stahlverarbeitung: Trotz rückläufiger Umsätze in diesen Segmenten, die vor allem durch geringere Durchschnittserlöse und eine schwache Auftragslage bedingt waren, konnten durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung teilweise negative Effekte abgefedert werden.
  • Technologie und industrielle Beteiligungen: Hier lieferte insbesondere die Beteiligung an der Aurubis AG einen erheblichen Ergebnisbeitrag, der das Vorsteuerergebnis stützte.

Ausblick 2025: Stabilisierung und Potenzial in unsicheren Zeiten

Vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten – insbesondere in Deutschland und im globalen Außenhandel – wird für das Geschäftsjahr 2025 noch eine herausfordernde Marktentwicklung erwartet. Die konjunkturpolitischen Maßnahmen der neuen Bundesregierung könnten ab dem zweiten Halbjahr 2025 positive Impulse setzen, während gleichzeitig durch die handelspolitischen Einlassungen der neuen US-Regierung Unsicherheiten zunehmen. Der Vorstand prognostiziert für 2025:

  • Umsatz: Zwischen 9,5 Mrd. € und 10,0 Mrd. €
  • EBITDA: In einer Spanne, die auf eine leichte Verbesserung der Profitabilität hindeutet
  • EBT: Zwischen –100 Mio. € und +100 Mio. €
  • ROCE: Leicht über dem Vorjahresniveau

Chancen und Risiken aus den Entwicklungen bei Rohstoff- und Vormaterialpreisen, Währungskursschwankungen sowie Beschäftigungsentwicklungen werden den Geschäftsverlauf 2025 maßgeblich beeinflussen.

Gunnar Groebler, Verwaltungsratsvorsitzender der Salzgitter AG, fasst zusammen: „Die wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland und weltweit zeigen, wie wichtig die konsequente Umsetzung unserer Strategie ist. Unser Transformationsprogramm SALCOS® und die Maßnahmen zur Kostensenkung haben Wirkung gezeigt. Wir arbeiten intensiv daran, den Konzern krisenfest aufzustellen – auch wenn die Rahmenbedingungen weiterhin fordernd bleiben.“

Share : 

Interviews

Wochenrückblick

Trendthemen

Anzeige

Nachrichten SDAX

Anzeige

Related Post

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner