Nordex Pyrum Steyr technotrans – Unternehmen deren heutige News in der hypernervösen Stimmung vor Trump’s angekündigtem Liberation Day drohen unterzugehen. Da dessen Zoll-„Verkündungen“ erst ab 22.00 Uhr erwartet werden, bleibt viel Zeit am deutschen Parkett darüber zu spekulieren, wie schlimm es denn jetzt wird. Oder eben doch nicht. Auf jeden Fall gilt: „The Show must go on.“ Deshalb vielleicht inmitten der grossen Klötze, die gerade den Aktienmarkt bremsen, ein Blick auf die eher unauffälligen, leicht übersehenen Nachrichten. Deshalb in kurzen knappen Worten „Good News“, die uns heute ins Auge gefallen sind:
Nordex Pyrum Steyr technotrans -750 MW- Auftragshammer.
Erst heute gemeldet, konnte die Nordex Ende letzten Monats zwei Grossaufträge über insgesamt 750 MW sichern. Oder mit den Worten der Presseabteilung: „Ende März hat die Nordex Group zwei Aufträge über insgesamt 750 MW von einem Windenergie-Projektentwickler aus der Türkei erhalten. Die Nordex Group wird ab Mitte 2026 108 Turbinen des Typs N163/6.X für zwei Windprojekte liefern und installieren. Die Fertigstellung der Windparks ist für 2027 geplant. Die Namen des Kunden und der Windparks werden noch nicht bekannt gegeben.“
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Nordex Aktie machte zuletzt Freude. Und die 500 Mrd Sondervermögen könnten diese verstetigen. Und ein Blick auf den Chart sieht auch nicht schlecht aus. Dass Trump wenig von den EE hält und deshalb möglicherweise im wichtigen US-Markt (wo man auch produziert, also eher weniger vom Zollspiel belastet wird) die Aufträge nicht mehr ganz so sprudeln könnten, sollte weltweit kompensiert werden können. Spannende Aktie. Gerade weil man auch seine Hausaufgaben in den letzten Jahren gemacht hat – unterstützt vom Hauptaktionär Acciona. Und dieser könnte ja durchaus irgendwann auf den Gedanken kommen, mehr vom Kuchen haben zu wollen…
Chart Nordex Aktie, powered by Goyax.de.
Nordex Pyrum Steyr technotrans -Kreislaufwirtschaftspionier sichert sich langfristig Abnahme. Nach Continental jetzt auch Schwalbe.
Mit dem Fahrradreifenhersteller Ralf Bohle GmbH (Marke: „Schwalbe“) konnte Pyrum einen Rahmenvertrag über die langfristige Abnahme von Pyrums recovered Carbon Black (rCB) schliessen. Wichtig für den Kreislaufpionier: Der Vertrag umfasst die Abnahme des rCB zu einem festen Preis mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Hiermit kann man sich nach dem Rahmenvertrag mit Continental einen zweiten festen Abnehmer sichern. Und so freut sich Pascal Klein, CEO der Pyrum Innovations AG:
„Es ist schön zu sehen, wie sich die Reifenindustrie wandelt. Langzeit-Abnahmeverträge über zehn Jahre waren früher undenkbar. Mit starken Partnern wie Schwalbe können wir den Grundstein für eine nachhaltigere und effizientere Reifenproduktion schaffen. Gemeinsam ist es uns bereits gelungen, mit über 1.800 Fachhändlern in Deutschland weit mehr als eine Million Fahrradreifen zu recyceln und wieder in den Kreislauf zurückzuführen.“
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„Das Fahrradreifenrecycling, das wir gemeinsam mit der Pyrum Innovations AG vor nicht einmal drei Jahren vorgestellt haben, hat sich in dieser Zeit zu einer absoluten Erfolgsgeschichte entwickelt.
Die partnerschaftliche Kooperation mit Pyrum wollen wir langfristig fortführen. Bereits heute setzen wir das rCB von Pyrum in 70 % aller Schwalbe-Reifen wieder ein und schließen damit den Kreislauf. Diese Arbeit führen wir nun konsequent fort, um den Anteil weiter zu erhöhen.“ so Felix Jahn, Leiter CSR bei Schwalbe. Zukunft mit System: 2023 wurde mit dem „Green Marathon“ der erste Fahrradreifen mit geschlossenem Produktionskreislauf vorgestellt. Und Schwalbe plane, zukünftig bei der Herstellung des gesamten Produktsortiments auf das rCB von Pyrum zu setzen und forsche intensiv, um dieses Ziel zu erreichen.
Nordex Pyrum Steyr technotrans – Goes Indien. Zukunft.
Aktuell bringt Europa das Wachstum, aber mit der heute gemeldeten Vereinbarung stösst man die Tür für einen Wachstumsmarkt weit auf: Das indische Industrieunternehmen Ghatge Patil Industries (GPI) verpflichtet sich vertraglich zur Abnahme einer Lieferung von insgesamt 450 Hochleistungs-Dieselmotoren sowie Ersatzteilen im Gesamtwert von insgesamt mehr als 10 Mio EUR. Und das über einen Zeitraum von drei Jahren. Hierbei gilt laut Steyr, das Indien zu den strategisch wichtigsten Wachstumsmärkten weltweit für die Österreicher zähle.
„Indien ist nach China sowie angrenzenden Ländern und Südamerika eine der größten Wachstumsregionen für die kommenden Jahre und für Steyr Motors ein wichtiger Markt, um die internationale Präsenz auszubauen. Unsere Aktivitäten in Indien werden sich nach unserer Einschätzung insbesondere ab 2027 spürbar im Zahlenwerk bemerkbar machen“, so Julian Cassutti, CEO der Steyr Motors AG.
More to come. Wachstumsmarkt. Und Steyr kann’s.
Oder laut Pressemeldung: „Indien hat für das Haushaltsjahr 2025/2026 einen Verteidigungsetat von umgerechnet knapp USD 79 Mrd. vorgeschlagen. Dieser Betrag entspricht etwa 1,9 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und dient als Indikator für das hohe Investitionsvolumen in sicherheitsrelevante Technologien. Das High-Performance-Produktportfolio von Steyr Motors passt optimal zu diesen Anforderungen und wird speziell auf lokale indische Kunden zugeschnitten. Steyr Motors forciert den Markteintritt in Indien durch mögliche zukünftige Joint Ventures und lokale Partnerschaften, um gezielt auf Kundenbedürfnisse vor Ort einzugehen.“
Für den Moment wichtiger folgendes Statement des CEO: „Während wir in Indien großartige Expansionschancen für die Zukunft sehen, stimmt mich das erste Quartal 2025 sehr zuversichtlich, dass wir im angestammten europäischen Markt unsere Planungen erfüllen“.
Nordex Pyrum Steyr technotrans – Ausblick passt, 2024 geknirscht, aber passt.
Der technotrans-Konzern habe sich im Jahr 2024 trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds erfolgreich behauptet und „seine strategische Transformation zu einer marktorientierten Organisation vollzogen“ – diese Formulierung lässt ahnen, wo der Fehler lag. Mit einem Umsatz von 238,1 Mio EUR (Vorjahr: 262,1 Mio EUR) und einem EBIT von 12,3 Mio EUR (Vorjahr: 14,2 Mio EUR) konnte man dieses Transformationsjahr „ganz gut bewältigen“. Unbereinigte EBIT-Marge von 5,2 % , bereinigt um 2,1 Mio EUR temporäre Aufwendungen für Abfindungen und die Neuorganisation erzielte der Konzern eine EBIT-Marge von 6,0 %. „Wir haben in wirtschaftlich und politisch äußerst herausfordernden Rahmenbedingungen den bislang umfassendsten organisatorischen Umbau der Konzerngeschichte initiiert. Gleichzeitig haben wir strategisch bedeutende Aufträge gewonnen und ein solides Jahresergebnis erzielt“, sagt Michael Finger, CEO der technotrans SE.
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Ausblick macht Hoffnung auf mehr!
Während die Charttechnik durchaus die Idee eines kurzfristigen Aufwärtstrends suggerieren könnte, sieht auch der Ausblick „nicht so schlecht“ aus: So erwarte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 eine Fortsetzung der positiven Entwicklung im Fokusmarkt Energy Management sowie eine schrittweise Erholung der weiteren Fokusmärkte. Die strategischen Prioritäten lägen weiterhin auf der nachhaltigen Profitabilitätssteigerung, der weiteren Optimierung der marktorientierten Organisationsstruktur sowie dem Ausbau der technologischen Innovationskraft. Der Vorstand bestätigte die Prognose, im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz zwischen 245 und 265 Mio. € mit einer EBIT-Marge zwischen 7 und 9 % zu erreichen. Also leichte bis sogar schöne Umsatzsteigerung plus erhöhter Marge – geht doch.
„Mit der erfolgreichen Transformation in eine marktorientierte Organisation haben wir die Weichen für nachhaltiges Wachstum gestellt. Unser Fokus liegt darauf, die Profitabilität weiter zu steigern und die Marktposition in unseren Fokusmärkten weiter auszubauen. Vor allem im Fokusmarkt Energy Management sehen wir weiterhin hervorragende Wachstumschancen“, unterstreicht Michael Finger.
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