Siemens Energy AG (ISIN: DE000ENER6Y0) sieht laut seinem CEO Potential für zukünftige Milliardenumsätze mit Wasserstoff. Und gemeinsam mit einem anderen wichtigen Player im Wasserstoffbusiness, der Air Liquide SA (ISIN: FR0000120073),
nutzt man die Chancen des europäischen Green Deal, die EU-Wasserstoffstrategie, sowie die nationalen Wasserstoffstrategien Frankreichs und Deutschlands für etwas Grosses. Denn nur mit grossindustriellen Anwendungen wird es wahrscheinlich gelingen Wasserstoff zu „marktfähigen, konkurrenzfähigen Preisen“ in grossen Volumina zu produzieren. Und die Ziele sind klar: Nel sprach von einem erreichbaren Preis von unter 1,50 USD je Kilo H2 bis 2025 auf seinem Capital Markets Day, Plug Power zumindest von 2,00 USD.
Und diese Air Liquide Kooperation ist nur eines der Eisen im Feuer für die Siemens Energy. Bereits im Vorfeld des für den 19.03.2021 angekündigten „HYDROGEN DAY“ – einer Kapitalmarktveranstaltung des zukünftigen DAX-Konzerns – werden die Erwartungen geschürt. Und die Analysten stellen „auf einmal fest“ wie gross und wachstumsstark das Wasserstoffsegment im Konzern bereits ist.
Jeffries spricht von „Potential des wasserstoffgeschäfts in den Fokus rücken“
und erhöhte gestern das Kursziel dcer Aktie auf 37,00 EUR von zuvor 28,00 EUR – natürlich mit einem BUY-Votum. Und damit reiht mansich ein in die Riege der Analysten, die Siemens Energy sogar auf dem Weg zum Marktführer imEnergiewandel“ sehen. So zumindest die Deutsche Bank bei ihrem BUY mit dem Kursziel von 39,00 EUR – Nachhaltigkeit stehe stark im Fokus bei der Siemens Abspaltung. Im Rahmen einer Deutschen Bank Veranstaltung lieferte der CTO der Siemens Energy, Vinod Philip, eine spannende Unternehmenspräsentation, die offensichtlich die Analysten überzeugte.
Auch die Citi sieht bei einem Kursziel von 37,00 EUR die Aktie als BUY – allein das Wasserstoffsegment könnte rund 3 Mrd EUR wert sein. Und worum wird es voraussichtlich auf dem Wasserstofftag gehen bei Siemens Energy? Zumindest um die vier Komplexe Kooperation Air Liquide, die Kooperation mit Siemens Gamesa, das Wasserstoffprojekt in Abu Dhabi und die Pläne in Chile.
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Siemens Eenrgy und Air Liquide gemeinsam: PEM Elektrolyseure weiterentwickeln, Serienfertigung von Elektrolyseuren und Grossanlagen für H2-Produktion „aus dem Boden stampfen“
Hierzu haben beide die Kapazitäten, das Geld, die Erfahrung und die Technologie. Und so will man die Kompetenzen auf dem Gebiet der PEM (Proton Exchange Membran) Elektrolyse-Technologie bündeln. Und sich auf folgende Schlüsselbereiche konzentrieren:
- Zum einen sollen große Wasserstoff-Projekte im industriellen Maßstab in Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt werden. Air Liquide und Siemens Eenrgy wollen bereits Kooperationsmöglichkeiten für groß angelegte nachhaltige Wasserstoffprojekte sowohl in Frankreich und Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern identifiziert haben. Eines dieser Projekte ist das „H2V-Projekt“ von Air Liquide in der französischen Normandie. Mit einer Leistung von 200 MW ist dieses Vorhaben eines der ehrgeizigsten europäischen Projekte zur Wasserstoffproduktion aus Erneuerbaren Energien.
- Außerdem wollen die beiden Unternehmen den Grundstein für eine Serienfertigung von Elektrolyseuren in Europa legen, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland und Frankreich. Hierbei versucht man wohl zu Nel aufzuschliessen, die bereits die Serienfertigungsstrassen für Elektrolyseure in Heroya geplant haben und derzeit aufbauen.
- Ein weiterer Fokus liegt auf F&E-Aktivitäten zur gemeinsamen Entwicklung der nächsten Generation von Elektrolyseuren.
MEHR ZU DIESER KOOPERATION IN UNSEREM BEITRAG VOM 08.02.2021
Siemens Energy und Siemens Gamesa: Offshore Winderzeugung mit Wasserstoffelektrolyse „auf See“ – neuer Ansatz mit Zukunft
Spannend: Offshore soll je nach Windausbeute ohne notwendige Leitungen für gewonnenen Strom ans Festland günstiger, grüner Wasserstoff gewonnen werden. Und der soll dann die Mobilität decarbonisieren und die CO2-intensiven Industrien, wie die Stahlherstellung. Wichtig ist dabei das die Siemens Energy die Expertise in der Elektrolyse einbringt und Siemens Gamesa seine Expertise im Windturbinenbau. So etwas nennt man Synergien heben!
Netzunabhängigkeit macht Offshoreparks auch weit weg von Küsten auf einmal attraktiv!
Dieser innovative Ansatz ermöglicht einen netzunabhängigen Betrieb und verringert die Herstellungskosten für Wasserstoff. Gleichzeitig lassen sich mehr und bessere Windstandorte für die Wasserstoffproduktion nutzen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren plant Siemens Gamesa 80 Millionen Euro, Siemens Energy 40 Millionen Euro in die Entwicklungen zu investieren. Es ist vorgesehen, bis 2025/2026 eine Offshore-Demonstrationsanlage zu errichten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat heute angekündigt, dass die Entwicklung im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Wasserstoff-Republik Deutschland“ umgesetzt werden kann.
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Konkrete technische Umsetzung
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Siemens Energy in Abu Dhabi: Aufbau einer ganzen Industrie – man will nach dem Öl nun „grünen Wasserstoff“ exportieren!
Und Siemens Enrgy soll dabei helfen. Medienwirksam wurden zwei Memorandums of Understanding (MoU) mit der Mubadala Investment Company (Staatsfonds Abu Dhabi), sowie mit Masdar(„Nachhaltigkeitsarm“ des Staatsfonds) und anderen Partnern unterzeichnet, um gemeinsam den „Ausbau des grünen Wasserstoffsektors und die Produktion von synthetischen Kraftstoffen in den VAE zu fördern.“
Grosse Pläne. Aber die Voraussetzungen durch die beinahe ununterbrochen nutzbare Energiequelle „Sonne“ in dem Wüstenstaat, könnte es sich hier um mehr, als nur „große Worte“ handeln. Und die derzeit sprudelnden Einnahmen aus der Erdölförderung sind endlich. Das erkannt zu haben zeichnet das Emirat Abu Dhabi aus. Noch ist genug Geld vorhanden neue Wege einzuschlagen. Und dabei braucht man die Technologie von Siemens Energy. Möglicherweise wird es auch zukünftig zu eienr Kapitalbeteiligung des Staatsfonds kommen. Zur Absicherung der Zusammenarbeit in der Vergangenheit häufiger gesehen.
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Und beim Wasserstoff gibt es ja auch noch einige andere Projekte
„Wasserstoff kann für Siemens Energy ein Milliardengeschäft werden“, sagte Vorstandschef Christian Bruch dem „Handelsblatt“ Anfang des Jahres. Der Fokus auf Wasserstoff macht für einen Konzern, der bisher viel Geld mit Turbinen für fossile Kraftwerke machen konnte, durchaus Sinn. CO2 Schleudern sind weder zeitgemäss noch zukünftig wirtschaftlich zu betreiben – staatliche Abgaben machen CO“ zu teuer.
Passend in diesen Kontext die Meldung im letzten Jahr über eine Pilotanlage zur Produktion grünen Wasserstoffs in Chile. Wo mit Windenergie im Elektrolyseverfahren Wasserstoff gewonnen werden soll. Partner und Abnehmer des Wasserstoffs wird Porsche sein. Und einen Förderscheck von 8,23 Mio EUR übergab der Bundeswirtschaftsminister Altmeier in diesem Zusammenhang an den CEO von Siemens Energy. Ein Anfang einer großen Zukunft, Wenn man sich allein das H2-Programm der Chilenischen Regierung anschaut, schlummert hier ein Riesengeschäft für den zukünftigen DAX Wert.
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Chile plant bis 2025 rund 5 GW H2 Elektrolysekapazität aufzubauen und bis 2030 rund 25 GW. In Verbindung mit den perfekten Windverhältnissen erwartet man in 2030 grünen Wasserstoff zu weltmarktfähigen Preisen von weniger als 1,50 USd je KG herstellen zu können. Wenn das möglich wäre, dann wäre es der Druchbruch für grünen Wasserstoff. Und massenhaft Aufträge für Siemens Gamesa für die Windenergie in Chile und möglicherweise für Siemens Energy für die Elektrolyse-Anlagen.
Und noch die BASF Kooperation
In einer Presseerklärung am 09.02.2021 hiess es von BASF und Siemens Energy AG (ISIN: DE000ENER6Y0) , man wolle eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft gestalten! Deshalb sollte man einiges von dieser Kooperation in den nächsten Monaten erwarten. Am Anfang stehen Grossprojekte wie der Bau eines PEM-Elektrolyseurs (Proton Exchange Membrane) für die Wasserstoffproduktion mit einer Leistung von 50 Megawatt und der Möglichkeit modularer Erweiterungen sowie der Einbau einer Hochtemperatur-Wärmepumpe in eine Produktionsanlage mit einer thermischen Leistung von 50 Megawatt, die Abwärme zur Erzeugung von Prozessdampf nutzt.
Darüber hinaus werden Potenziale einer gemeinsamen System- und Katalysatorentwicklung zur Steigerung der Effizienz von Elektrolyseanlagen (PEM-Elektrolyse) sowie eine Zusammenarbeit bei der Stromerzeugung aus Windenergie geprüft
Und am 01.03.2021 die Forschungskooperation mit Intermountain Power Agency, um Wasserstoffspeicher in bestehende Kraftwerke zu integrieren. Gefördert vom US-Ministerium für Energie soll hier “ The goal of this study is to analyze the overall efficiency and reliability of CO2-free power supply involving large-scale production and storage of hydrogen. Additionally, the study will analyze aspects of integrating the system into an existing power plant and transmission grid, such as the interaction with subsystems, sizing and costs“. Und alles dreht sich dabei um die Elektrolyseanlagen von siemens Energy. Und…
Siemens Energy SE handelt derzeit (10.03.2021/ 09:02 Uhr) im Frankfurter Handel leicht im Minus bei 31,00 EUR