Kurs auf Wachstum – HHLA trotzt der Weltlage mit operativer Stärke

Post Views : 70

Hamburger Hafen und Logistik AG: HHLA übertrifft Ergebniserwartung für das Jahr 2022 – Ausblick auf 2023 verhalten
Trotz wirtschaftlichem Gegenwind und geopolitischer Krisen ist der Hamburger Hafen- und Logistikriese HHLA 2024 auf Erfolgskurs geblieben. Während sich viele Branchen unter der Last globaler Unsicherheiten beugten, legte die Hamburger Hafen und Logistik AG bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu – und bestätigt damit die strategische Weichenstellung der vergangenen Jahre. Der Konzernumsatz stieg um 10,5 % auf 1,60 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) zog um starke 22,7 % auf 134,3 Mio. Euro an. Der Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter wuchs auf 32,5 Mio. Euro, ein Zuwachs von über 60 %.

CEO Titzrath: „In stürmischen Zeiten strategisch Kurs halten“

„Wir haben unser europäisches Netzwerk gestärkt und unsere Terminals modernisiert“, erklärt HHLA-Chefin Angela Titzrath. Diese Fokussierung auf Automatisierung und Bahnausbau zahlt sich jetzt aus – und gibt der HHLA Rückenwind für das laufende Jahr.

Hafenlogistik: Bahn gewinnt, Lagerflächen boomen

Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik wurde 2024 ein Umsatzplus von 10,8 % auf 1,56 Mrd. Euro erzielt. Das EBIT legte um 26,8 % auf 117,8 Mio. Euro zu. Der Gewinn nach Anteilen Dritter kletterte auf 23 Mio. Euro – fast das Dreifache des Vorjahreswertes. Maßgeblich für diesen Anstieg: wachsende Transportmengen im Intermodalbereich sowie deutlich gestiegene Lagergelderlöse durch längere Containerverweildauern an den Hamburger Terminals.

Container: Neue Routen, internationales Wachstum

Beim Containerumschlag verzeichnete HHLA ein leichtes Plus von 0,9 % auf 5,97 Mio. TEU. Während die Umschläge in Hamburg stabil blieben, wuchs insbesondere das internationale Terminalgeschäft kräftig: +23,1 % auf 284 Tsd. TEU. Haupttreiber waren die Wiederaufnahme des Betriebs in Odessa (Ukraine) und der Boom in Estland. Rückgänge in Triest, ausgelöst durch Routenänderungen infolge des Rotmeer-Konflikts, wurden damit mehr als ausgeglichen.

Im Segment Containerlogistik stiegen die Umsätze um 9,1 % auf 773,3 Mio. Euro, das EBIT sprang um 66,6 % auf 78,7 Mio. Euro – ein starkes Zeichen für die Widerstandsfähigkeit und operative Exzellenz in der Hafenabfertigung.

Intermodal: Bahnverkehre treiben Umsatz – Zukauf stärkt Marktstellung

Der Intermodalbereich, also der Containertransport auf Schiene und Straße, setzte seine Erfolgsgeschichte fort: Der Transport stieg um 11,6 % auf 1,79 Mio. TEU, wobei allein die Bahntransporte um 13,2 % auf 1,55 Mio. TEU zulegten. Die Bahnaffinität der HHLA zahlt sich aus: Der Bahnanteil am gesamten Intermodalverkehr liegt mittlerweile bei 86,5 %. Der Umsatz kletterte auf 711,3 Mio. Euro, das EBIT stieg auf 83,7 Mio. Euro, bei konstanter EBIT-Marge von 11,8 %. Die mehrheitliche Übernahme der Roland Spedition GmbH im zweiten Quartal stärkte zusätzlich die Marktpräsenz im europäischen Raum.

Immobilien: Solide Mieteinnahmen trotz Rückbauten

Der Teilkonzern Immobilien, der unter anderem die historischen Speicherstadt-Objekte verwaltet, blieb mit 46,1 Mio. Euro Umsatz nahezu stabil. Das EBIT verharrte bei 16,1 Mio. Euro. Rückläufige Erlöse im Fischmarktareal aufgrund von Abrissmaßnahmen wurden durch stabile Vermietungsergebnisse in der Speicherstadt weitgehend kompensiert.

Ausblick 2025: EBIT soll deutlich steigen – Investitionen auf Rekordniveau

Für 2025 erwartet die HHLA auf Konzernebene einen deutlichen Umsatzanstieg und ein EBIT zwischen 195 und 235 Mio. Euro. Der Hafenlogistikbereich soll dabei die Hauptlast tragen: Das EBIT wird hier zwischen 180 und 220 Mio. Euro prognostiziert – ein massiver Sprung gegenüber 2024. Der Containerumschlag und -transport sollen deutlich zulegen.

Die Investitionen sollen 2025 zwischen 460 und 510 Mio. Euro liegen – der Großteil davon entfällt auf die Hafenlogistik. Die HHLA bleibt damit auf Expansionskurs und investiert gezielt in Digitalisierung, Automatisierung und Netzwerkstärkung.

Dividende 2024: 0,16 Euro je Aktie – HHLA bleibt verlässlich

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,16 Euro je A-Aktie vor – im Rahmen der Dividendenpolitik, die 50–70 % des Jahresüberschusses ausschüttet. Die HHLA bleibt damit auch für dividendenorientierte Anleger ein verlässlicher Hafen.

Fazit: HHLA bleibt auf Kurs – Bahnausbau, internationale Stärke und Digitalisierung im Fokus

Ob Containerumschlag, Bahninfrastruktur oder Terminalbetrieb – die HHLA beweist im Krisenumfeld Stärke und Anpassungsfähigkeit. Die Kombination aus strategischem Fokus, Investitionsbereitschaft und internationaler Präsenz macht den Konzern zu einem bedeutenden Player im europäischen Logistik- und Hafenwesen. Mit einem klaren Fahrplan in Richtung 2025 bleibt die HHLA ein spannender Wert für Investoren – und ein zentraler Pfeiler der europäischen Lieferketten.

Share : 

Interviews

Wochenrückblick

Trendthemen

Anzeige

Nachrichten SMALL CAPS

Anzeige

Related Post

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner