Energiekontor ProCredit Holding – beide Aktien seit Tagen, wie der Gesamtmarkt, abgesehen von Ausnahmen aus der Immobilien-, Defense und Versorger-Ecke, unter Druck. Wobei beide zumindest nicht direkt „vom Trump-Hammer“ betroffen sein sollten. Bei Energiekontor sollte das 500 Mrd Sondervermögen wichtiger sein,bei ProCredit die Entwicklung und die Hoffnungen auf eine Lösung im Ukrainekrieg. Natürlich würde eine mögliche Rezession aufgrund des sich ankündigenden Handelskrieges die Risikovorsorge bei der ProCredit kräftig erhöhen, aber dagegen könnte ein effektives Risikomanagemnet durchaus helfen. Dazu kommt bei der ProCredit eine mittlerweile attraktive Dividendenrendite von rund 7%. Und bei Energiekontor sollte das Geschäft eine starke Resilenz gegenüber einer Rezession oder Handelskonflikten haben. Dazu ist man in einer Branche tätig, der eine Konsolidierung durchaus guttun würde. Wobei die heutige Meldung zumindest bei Energiekontor die passive Rolle bei einer möglichen Marktkonsolidierung eher behindern würde.
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Energiekontor ProCredit Holding – Aktien in den letzten 5 Tagen Minus 15,48% respektive Minus 7,7%. Geht noch.
Beide Werte hat es natürlich nicht so erwischt, wie exportabhängige Player, die direkt vom Zoll-Schock betroffen sind. Aber falls die Betroffenheit wenig gegeben ist, wären diese Kursentwicklungen zumindest zu hinterfragen. Liegt es an den „Zahlen“ – hier wird ein Blick auf die letzten Veröffentlichungen „helfen“? Oder an den aktuellen Meldungen? Denn beide ansonsten eher ruhigen Kapitalmarkt-Vertreter melden heute „Wichtiges“. Auch hier sollte ein vertiefter Blick zumindest eine Leitschnur bieten, ob die Meldung Kursrelevanz besitzt.
Energiekontor ProCredit Holding – Übernahmephantasie ein stückweit „reduziert“, operativ läuft’s – unspektakulär, aber solide.
Schaut man sich den Kurschart der Energiekontor an, muss man feststellen, dass Kursgewinne, die dieses Jahr „geschafft“ wurden, wie Schnee in der Sonne dahingeschmolzen sind. Vielleicht war die Euphorie über die Wachstumschancen aus dem Merz-Sondervermögen zu gross, vielleicht normalisiert „sich das Ganze einfach“. Auf jeden Fall charttechnisch kurzfristig zumindest kein Selbstläufer:
Chart Energiekontor Aktie, powered by Goyax.de. „Energiekontor ProCredit Holding – beide Aktien unter Druck. Beide melden heute „was langfristiges, solides. “
Und jetzt zur heutigen Meldung, die langfristig Stabilität und eine gewisse Berechenbarkeit bieten sollte:
Stiftungen sollen langfristig Energiekontor sichern. Gleichzeitig eine klare Vertrauensbekundung in den Erfolg des Modells.
Mit einem langfristigen, klaren Bekenntnis zum Unternehmen planen die beiden Gründer der Energiekontor den Fortbestand ihrer Unternehmensbeteiligungen langfristig zu sichern. Deshalb haben die Gründer der Energiekontor AG, Dr. Bodo Wilkens und Günter Lammers, haben jeweils eigene Stiftungen gegründet, die Anfang 2025 ihre Arbeit aufnehmen konnten. Die Wilkens Familienstiftung, Darmstadt, widmet sich als privatnützige Stiftung vor allem der verantwortungsvollen Verwaltung des Familienvermögens im Sinne künftiger Generationen. Die Lammers Stiftung, Hamburg, ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich insbesondere mit Belangen des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes befasst und Wissenschaft und Forschung fördert.
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Zusammen besitzen die beiden über 50% des Aktienkapitals, so dass die Stiftungskonstruktion eine langfrisitge, eigenständige Tätigkeit der Energiekontor gewährleisten könnte. Seit der Gründung 1990 in Bremerhaven zählt das Unternehmen zu den Pionieren der Branche und ist heute einer der führenden deutschen Projektentwickler. Das Kerngeschäft erstreckt sich von der Planung über den Bau bis hin zur Betriebsführung von Wind- und Solarparks im In- und Ausland. Darüber hinaus betreibt Energiekontor 40 Wind- und Solarparks mit einer Gesamtnennleistung von ca. 444 Megawatt im eigenen Bestand. Rund 160 Megawatt, die ebenfalls für das Eigenbestandsportfolio vorgesehen sind, befinden sich derzeit im Bau.
Zahlen 2024 waren erwartet schwach wegen Verzögerungen bei Projektabwicklungen und damit Veräusserungen. Ausblick stärker.
„Für 2024 erreichten die Konzernumsatzerlöse eine Höhe von 126,5 Mi. Euro (2023: 241,8 Mi. Euro). Die Gesamtleistung belief sich auf 195,9 Mio Euro (2023: 275,4 Mio Euro). Insbesondere die geringere ergebniswirksame Projektierungstätigkeit führte zu einem reduzierten operativen Konzernergebnis (EBIT) von 49,8 Mio Euro (2023: 114,4 Mio Euro), was einer EBIT-Marge von 39,4 Prozent entspricht (2023: 47,3 Prozent). Bereinigt um ein spürbar verbessertes Zinsergebnis erwirtschaftete Energiekontor ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 36,2 Mio. Euro (2023: 95,5 Mio. Euro) und eine EBT-Marge von 28,6 Prozent (2023: 39,5 Prozent).“
2024 Übergangsjahr – 2026 am Ziel…
So ordnete die Geschäftsführung das Geschäftsjahr 2024 wegen einiger außergewöhnlicher Projekterfolge im Geschäftsjahr 2023 und verschiedener Projektverzögerungen als Übergangsjahr ein. Und das gelte teilweise auch noch für das Geschäftsjahr 2025. Hintergrund seien hauptsächlich die unverändert langen Projektrealisierungszeiten infolge der eingeschränkten Marktverfügbarkeiten von Anlagen und Großkomponenten sowie erneute Verschiebungen der Netzanschlusstermine und der nächsten CFD-Ausschreibungsrunde in Großbritannien. Wesentliche zeitliche Verbesserungen erwartet Energiekontor hingegen von der in diesem Jahr stattfindenden britischen Netzanschlussreform, die ggf. zu Realisierungsbeschleunigungen für die inzwischen 17 britischen genehmigten Projekte führen könnte.
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Im Geschäftsjahr 2025 soll das Konzern-EBT planmäßig aus Projektverkäufen in Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten (Solar) generiert werden. Der größte Teil der geplanten EBT-Beiträge soll wie in den Vorjahren auf Ready-to-build-Verkäufe in Großbritannien entfallen. Darin planmäßig enthalten ist auch die im Dezember 2024 verschobene Transaktion eines größeren schottischen Windkraftprojekts. Die Inbetriebnahme der meisten aktuell sich im Bau befindlichen sowie der weiteren für dieses Jahr geplanten Wind- und Solarparkprojekte mit Financial Close in Deutschland wird erwartungsgemäß im Geschäftsjahr 2026 und teilweise erst im Geschäftsjahr 2027 erfolgen. Insofern lassen sich die Ergebnisbeiträge aus diesen Verkaufsprojekten zum Teil erst in den Jahren 2026 und 2027 realisieren. Überdies baut Energiekontor sein konzerneigenes Parkportfolio weiter kontinuierlich aus und stärkt damit die wiederkehrenden Einnahmen des Stromerzeugungssegments.
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Steyr mit Grossauftrag aus Indien. Hilft nach den Kurskapriolen am meissten: Einfach Wachstum.
Trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen auf den Hersteller- und Zulieferermärkten, der anhaltenden Verzögerungen des Netzausbaus in Großbritannien sowie vor dem Hintergrund der geplanten Transaktionen und Eigenparkerweiterungen erwarte der Vorstand der Energiekontor AG für das Geschäftsjahr 2025 nun wieder ein deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres liegendes Konzern-EBT in einer Bandbreite von 70 bis 90 Mio Euro.
„Auch wenn die Gemengelage momentan vielschichtig und anspruchsvoll ist, bieten sich gleichzeitig viele Chancen, die wir bestmöglich nutzen wollen. In Zeiten wie diesen zahlen sich unsere langjährige Erfahrung, unsere Beharrlichkeit sowie unsere auf dem organischen Wachstumsmodell basierende solide Finanzposition aus. Mit unserer gut gefüllten Projektpipeline, der Vielzahl an Projekten in späten Reifephasen, den vielen bereits baugenehmigten Projekte und der perspektivischen Flexibilisierung verschiedener Rahmenbedingungen in der Branche stellen wir unvermindert alle erforderlichen Weichen, um die vorübergehend entstandenen Ergebnisverschiebungen im laufenden und in den kommenden Geschäftsjahren zu realisieren und die Wachstumsziele der Strategie 2023 bis 2028 planmäßig zu erreichen“, so Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG.
Energiekontor ProCredit Holding – Nachfolgeregelung. Und sonst? Transformationsprozess mit bilanziellen Auswirkungen und dazu kurzfristige Chancen, falls Putin, Trump und Selensky einen Weg finden.
Mit relativ geringem Freefloat und entsprechend eher wenig liquidem Handel kann es manchmal durchaus „wildere“ Kursbewegungen geben. Und wie bei Energiekontor scheint die Aktie gerade eher auf einem kurzfristigen Abwärtslauf. So scheinen die Gewinne des Jahres 2025 sich langsam wieder in Luft aufzulösen. Aktuell scheint charttechnisch ein Stehen am Seitenrand durchaus sinnvoll. Aber neben der Charttechnik, über deren Aussagekraft sich trefflich streiten lässt, gibt es bei PorCredit heute auch eine Unternehmensmeldung.
CEO-Nachfolge geklärt.
Kontinuität im Finanzwesen galt mal als Königstugend. Und aus dem „eigenen Stall“ neue Führungspositionen zu besetzen hat sowohl Vor-, als auch Nachteile. Deshalb einfach die Fakten: „Der Aufsichtsrat der ProCredit Holding AG hat Eriola Bibolli (50) zur künftigen Vorstandsvorsitzenden und damit zur Nachfolgerin von Hubert Spechtenhauser (62) bestellt. Im März 2024 war Hubert Spechtenhauser dem Wunsch des Aufsichtsrates gefolgt und hatte seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender vorzeitig um ein weiteres Jahr bis Ende Februar 2026 verlängert. Seitdem hat sich der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates mit einer geordneten Kandidat*innensuche sowohl intern wie extern befasst und dem Aufsichtsrat Eriola Bibolli als Nachfolgerin von Hubert Spechtenhauser empfohlen. Der Aufsichtsrat ist dieser Empfehlung gefolgt und hat Eriola Bibolli mit Wirkung zum 1. März 2026 zur neuen Vorsitzenden des Vorstands der ProCredit Holding AG bestellt.“
Dazu klare Worte der „Neuen“.
Un den weg vorgegeben hat die neue Vorstandsvorsitzende Eriola Bibolli mit ihren Dankesworten: „Ich bin dankbar für das Vertrauen, das der Aufsichtsrat in mich setzt. Ich fühle mich geehrt und freue mich, die Rolle der Vorstandsvorsitzenden bei der ProCredit Holding zu übernehmen, der Muttergesellschaft einer Bankengruppe, die für Integrität, Innovation und Wirkung steht. Im Laufe ihrer Geschichte war ProCredit mehr als nur eine Finanzinstitution – sie war eine Kraft des positiven Wandels, die Unternehmen unterstützt, nachhaltiges Wachstum vorantreibt und die finanzielle Integration fördert.
Mit Blick auf die Zukunft werden wir uns darauf konzentrieren, unsere Marktführerschaft im Bankgeschäft mit Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken und gleichzeitig unsere Rolle als zuverlässiger Partner für Privatkund*innen auszubauen. In einer Zeit des raschen Wandels werden wir die Digitalisierung und Innovation nutzen, um das Kund*innenerlebnis und die betriebliche Effizienz zu verbessern und sicherzustellen, dass ProCredit bei der Erfüllung der sich wandelnden Bedürfnisse unserer Kund*innen immer einen Schritt voraus ist. (…)Wir sind sehr engagiert bei der Umsetzung unserer Geschäftsstrategie und werden uns weiterhin auf die Erreichung unserer mittelfristigen strategischen und finanziellen Ziele konzentrieren, die wir dem Kapitalmarkt vor einem Jahr vorgestellt haben.“
Vossloh Aktie – Einsteigen, klar. Aber nicht um jeden Preis. Platow Brief mit strategischem Herangehen.
Biotest mit bekanntem Spiel: Weg mit den Kleinanlegern, bevor die Ernte losgeht. Schade. Aber es gibt die Hamburger Börse und Regeln…
Nordex Pyrum Steyr technotrans – Good News drohen in der hypernervösen Stimmung vor Trump’s angekündigtem Liberation Day unterzugehen.
Eriola Bibolli trat 2001 in die ProCredit Gruppe ein, war von 2007 bis 2019 Mitglied des Vorstands und von 2019 bis 2023 General Managerin (CEO) der ProCredit Bank Kosovo. Seit Juni 2023 gehört sie dem Vorstand der ProCredit Holding AG an und verantwortet derzeit sämtliche kundenbezogenen Bereiche.
Und die letzten Zahlen? ProCredit stark aufgestellt – für kommendes Wachstum.
Die vor allem in Südost- und Osteuropa tätige deutsche Impact Banking Gruppe ProCredit konnte „in allen Kernbereichen ihrer aktualisierten Geschäftsstrategie, die vor einem Jahr auf ihrem Kapitalmarkttag vorgestellt wurde, starke Fortschritte erzielen„. Was übersetzt heisst man musste gegensteuern und das war erfolgreich, wie die folgenden Zahlen belegen: Das Kreditportfolio der Gruppe wuchs im Jahr 2024 um 12,6 %, insbesondere bei Kleinst- und Kleinunternehmen sowie Privatkunden. Die Einlagen stiegen um 14,3 %, hauptsächlich getrieben durch Privatkundeneinlagen. Trotz relativ hohen – teilweise auf zukünftiges Wachstum bereits ausgelegt – Investitionen in Personal, IT, Marketing und das Filialnetz zur Unterstützung des Wachstumskurses erzielte die Gruppe im Jahr 2024 ein Ergebnis von 104,3 Mio EUR, was einer Eigenkapitalrendite von 10,2 % entspricht. Die Kostensteigerungen aufgrund dieser Investitionen führten zu einem – man sagt „vorübergehend“ – höheren Kosten-Ertrags-Verhältnis von 68,1 %.
Für 2025 erwarte der Vorstand erneut ein starkes Kreditwachstum von rund 12 % und eine Eigenkapitalrendite von rund 10 %. Angesichts der weiterhin positiven Aussichten für die Gruppe beabsichtige der Vorstand, der Hauptversammlung am 4. Juni 2025 eine Dividende von 0,59 EUR pro Aktie vorzuschlagen. Un dwie bereits erwähnt, sollte der Ukrainekrieg zu einem Ende kommen, wäre die ProCredit gut aufgestellt, um die notwendigen Wiederaufbaumassnahmen mit ihren Bankdienstleistungen kurzfristig zu unterstützen – mit entsprechend zusätzlichen Ertragschancen.
Chart ProCredit Holding Aktie, powered by Goyax.de. „Energiekontor ProCredit Holding – beide Aktien unter Druck. Beide melden heute „was langfristiges, solides. “