AIXTRON, Infineon oder SUSS MicroTec? Vielleicht Volkswagen, Mercedes oder ElringKlinger? Rheinmetall, Hensoldt, Renk etwa aussen vor? Trump’s Liberation Day wird heute den Handel an den Börsen weltweit prägen. Angst vor einem Handelskrieg weltweit, gar das Ende der weltweiten Arbeitsteilung wird an die Wand gemalt.Der immer wieder für „unberechenbare“ Aktionen bekannte Donald Trump plant heute eine neue Runde im weltweiten Zollkrieg loszutreten. Die Erwartungen bzw. Befürchtungen sind gross. Bereits die 25% auf alle Autoimporte, Zölle auf Halbleiter und Vorprodukte, Zölle auf Stahl und Aluminium, Zölle generell für China, Mexiko oder Kanada – die Giftküche ist bereits gut gefüllt. Und die Antworten sind teilweise erfolgt, teilweise noch in Vorbereitung. Und die „reziproken Zölle“ Donald Trump’s sind ebenfalls in Mache.
Vossloh Aktie – Einsteigen, klar. Aber nicht um jeden Preis. Platow Brief mit strategischem Herangehen.
Biotest mit Rekordumsatz – und…. Dann wenig später der Hammer: Biotest mit bekanntem Spiel: Weg mit den Kleinanlegern, bevor die Ernte losgeht. Schade. Aber es gibt die Hamburger Börse und Regeln…
Was kommt heute? Bereits stark zurückgekommene Werte aufgrund der bisherigen Zolldiskussion, wie AIXTRON und andere Halbleiterwerte oder die Autowerte wie Volkswagen, Mercedes oder die Zulieferer mit neuen Giftpillen?
Schaut man sich exemplarisch den Kursverlauf der Aixtron Aktie an, sieht man, was die Ankündigung von Zöllen in der weltweiten Halbleiterbranche an Verwerfungen und Unsicherheit geliefert hat: Gerade im Semiconductor-Bereich wird weltweit arbeitsteilig mit diversen Zwischenprodukten gearbeitet. Hier sind mögliche mehrfache Zollbelastungen natürlich besonders „teuer“ – letztendlich natürlich für den Endverbraucher. Der angestrebte Neubau von Halbleiterproduktion in den USA ist eine Frage von 5 bis 10 Jahren je nach Komplexität der Anlagen. Und bis dahin wird der Zoll die Produkte verteuern. Abgesehen davon, dass Trump das im Rahmen des IRA von Biden aufgelegten Subventionsprogramms für Chip-Fabrik-Neubauten in den USA trotz bereits erteilter Milliardenzusagen für etwas „ganz schreckliches“ hält.
Kann es noch schlimmer kommen für die Branche? Ausweitung des Zollkonflikt’s mit China, erhöhte Zollsätze, möglicherweise Export oder Lieferverbote, um China auf Abstand zu halten – vieles denkbar. Und charttechnisch sieht es nach fallendem Messer aus. Ob es heute für die Branche, also eine Aixtron, SUSS MicroTec oder Infineon nicht noch schlimmer wird, sei dahingestellt. Sollten die Märkte einknicken, würden die sowieso schon geschwächten Semiconductors wohl weiter „abschmieren“. Bestenfalls Bodenbildung heute eingeleitet – Seitenlinie wäre wohl keine schlechte Idee. Sehr Mutige könnten natürlich bereits jetzt die zertrümmerten Werte ansehen…
Und die Automobile? Volkswagen, BMW bereits jetzt sehr niedrig bewertet. E-Mobility-Schwäche und dann noch Zölle. 25% erst der Anfang?
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Volkswagen, Mercedes oder BMW waren die weltweiten Autoexporte – und die USA war oder ist neben China gerade von der Zahlungsbereitschaft für „schöne“ Autos einer der attraktivsten Märkte. Auch wenn die genannten drei Autobauer bereits stark in Nordamerika auch auf der Produktionsseite vertreten sind – BMW’s grösstes Werk steht in Spartanburg, USA beispielsweise -, treffen die bereits jetzt angekündigten Zölle von 25% schwer. Geschwächt von der E-Mobilität’s Konkurrenz in China, der Schwäche in Europa und jetzt noch möglicherweise weitere Zoll-„Spielereien“ – nicht wirklich gut.
Aber die Bewertungskennziffern der Automobilwerte sind mittlerweile attraktiv. Attraktiv genug für einen Kauf? Oder würde ein weltweiter Handelskrieg – möglicherweise heute losgetreten in Washington – die weltweite Nachfrage nach PKW weiter „runterdrücken“? Natürlich ist diese Gefahr gegeben und die Unsicherheiten im Bereich E-Mobilität sind hoch. Vielleicht ist gerade die Meldung Gestern über steigende Verkaufszahlen von VW und BMW in den USA, und das gerade bei den E-Modellen, ein Hoffnungsschimmer, der eine Rückbesinnung auf fundamentale Daten der Auto-Aktien lenken könnte. Also: Hingucken, vielleicht sogar berücksichtigen, falls Trump nicht
Rheinmetall, Renk, Steyr, Hensoldt…
Anders als Aixtron oder Volkswagen können die Defensewerte den Zolleskapaden oder einem Handelskrieg selbst einer Rezession relativ entspannt entgegensehen: Die staatlichen Auftraggeber haben die Budget’s aufgestockt, werden sie weiter aufstocken – losgelöst von aktueller wirtschaftlicher Lage. Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit bei einer immer mehr wahrgenommenen Bedrohungslage hat keinen „Preis“. Aber das Problem bei den Defensewerten sind die bereits stark gelaufenen Kurse, die trotz aktueller Konsolidierung sehr viel Zukunft vorwegnehmen. Wen das Thema Defenseaktien interessiert: Ab Sonntag eine neue Reihe im nwm: RENK – Teil1 der Reihe: Defensewerte heissgelaufen? RENK, Rheinmetall, Steyr, Hensoldt, thyssenKrupp, Leonardo, Thales im Check.
Und dann weiter mit den anderen Defensewerten, operaitv, fundamental, Sentiment, im Vergleich. Sonntag geht’s los!